Wohnungsmieter in Deutschland müssen Jahr für Jahr tiefer in die Tasche greifen. Auch für das
erste Quartal 2026 vermeldet der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erneut
Steigerungsraten deutlich über der allgemeinen Inflation. So müssen Neumieter in Düsseldorf
5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor zahlen, in Köln 5,7 und in Hamburg 5,1 Prozent. Auch im
„Speckgürtel“ rund um Metropolen ziehen die Mieten unvermindert an, rund um die Top-7-Städte
um 4,2 Prozent, im Umland der übrigen Großstädte um 3,9 Prozent. Deutschlandweit betrug die
Mietpreiszunahme 3,5 Prozent.
Weniger dynamisch entwickeln sich die Immobilien-Kaufpreise: Sowohl Wohnungen als auch
Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich gegenüber dem Vorquartal lediglich um 0,1
Prozent. Auf Jahressicht legten die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,7 Prozent zu, die
für Eigentumswohnungen dagegen um 2,5 Prozent. Die IW-Marktanalysten führen diese Zahlen
wesentlich auf das hohe Zinsniveau zurück. Zudem werden wenig energieeffiziente Gebäude
immer häufiger mit einem Preisabschlag versehen.
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Im vergangenen Jahr erfassten die deutschen Kfz-Versicherer an kaskoversicherten Fahrzeugen
circa 190.000 Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung. Insgesamt
flossen dafür rund 650 Millionen Euro an die Besitzer. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der
Schadensaufwand damit fast halbiert, denn 2024 entstanden Naturgefahrenschäden im
Volumen von 1,2 Milliarden Euro.
Nicht in allen Bundesländern meinte es die Witterung jedoch gut mit den Fahrzeughaltern. So
wurden in Niedersachsen (8 Millionen Einwohner) 20.500 Schadensfälle registriert, in Hessen
(6,3 Millionen Einwohner) dagegen nur 6.000. Sowohl in absoluten Zahlen als auch in Relation
zur Bevölkerung wurde allerdings Nordrhein-Westfalen (18 Millionen Einwohner) mit 59.500
Fällen am stärksten getroffen.
Mittel- und langfristig gehen die Versicherer von anschwellenden Schadenszahlen aus, da mit
häufigeren Extremwetterlagen gerechnet wird. Wer sich als Autobesitzer gegen das
Naturgefahrenrisiko wappnen will, braucht eine Kaskoversicherung – die Haftpflichtversicherung
deckt nur Schäden an fremden Fahrzeugen ab.
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Nach rund 95.000 Fällen im Vorjahr regulierten die deutschen Versicherer 2025 circa 100.000
Schäden infolge von Wohnungseinbrüchen, wie der Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) kürzlich mitteilte. Damit hält ein unseliger Trend an: Bereits seit
2021 (70.000) zeigt die Kurve Jahr für Jahr nach oben. Im längerfristigen Vergleich allerdings
sind die Zahlen noch moderat – von 2011 bis 2016 lagen sie über 150.000, in der Spitze sogar
bei 180.000 Fällen.
Kräftiger stiegen indes die Schadenssummen pro Wohnungseinbruch: 3.850 Euro überwiesen die
Versicherer im Durchschnitt, rund 200 Euro mehr als 2024. In Summe ergab das über 380
Millionen Euro, ein Ausgabenplus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der GDV empfiehlt zur Prävention vor allem mechanische Vorrichtungen: „Einbrecher suchen den
schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut
Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik
standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab.“
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Trotz wachsender Offenheit gegenüber den Kapitalmärkten horten die Bundesbürger ihr
Erspartes am liebsten auf dem Sparbuch, Festgeld- und Tagesgeldkonten, wie eine Ipsos
Umfrage unter mehr als 3.200 Personen kürzlich erbrachte. Angesichts der geringen Verzinsung
dieser Anlageformen läuft das nach Abzug der Inflation in der Regel auf einen Kaufkraftverlust
hinaus. Immerhin: Der Anteil der Wertpapieranleger an den Sparenden ist seit der
Vorgängerumfrage vor zwei Jahren von 35 auf 40 Prozent gestiegen, wofür vor allem die
Generation Z gesorgt hat, also die heute etwa 18- bis 30-Jährigen.
An Sparbemühungen mangelt es grundsätzlich nicht: Auch in Zeiten schwächelnder Konjunktur
legen 43,7 Prozent der Deutschen regelmäßig und 28,4 Prozent hin und wieder Geld beiseite –
die Gesamtquote von 72 Prozent liegt sogar zwei Prozentpunkte über dem Wert der letzten
Umfrage. Tipps zur Verwahrung und Anlage des Ersparten holen sich die Menschen vorwiegend
bei Familie und Freunden (31,2 Prozent) und bei Bank- und Finanzberatern (29,7). Letztere haben
im vergangenen Jahr jedoch nur vier von fünf Befragten konsultiert.
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Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) dürfte in naher Zukunft weiter an Attraktivität
verlieren: Neben Beitragsanhebungen droht der Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung von
Ehe- und Lebenspartnern, der aktuell in Berlin diskutiert wird. Betroffen wären rund 3 Millionen
Menschen, die zukünftig möglicherweise einen pauschalen Mindestbeitrag zahlen müssen.
Damit sollen knapp 3 Milliarden Euro Mehreinnahmen für die GKV generiert werden.
Der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) wird damit für viele Familien bzw. Paare
noch interessanter. Wie ein aktuelles PKV-Vollversicherungs-Rating von Morgen & Morgen zeigt,
können sie dabei zwischen zahlreichen hochwertigen Tarifen wählen. „Während die GKV über
Leistungskürzungen diskutiert, überzeugt die PKV weiterhin mit leistungsstarken Tarifen und
baut aktuell das mittlere Segment weiter aus“, sagt Thorsten Bohrmann, Senior
Versicherungsanalyst beim Rüsselsheimer Ratinghaus. Neben neuen Premiumangeboten gebe es
am Markt den Trend, modulare Tarife aufzulegen, die einen persönlichen Zuschnitt ermöglichen.
Mit dieser größeren Wahlfreiheit gehe allerdings auch ein höherer Beratungsbedarf einher.
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Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Allgemeinen erleben aktuell starken Gegenwind in
Öffentlichkeit und Politik. Das macht sich auch in der Nachfrage nach entsprechenden
Finanzprodukten bemerkbar, wie eine gemeinsame Umfrage der Universität Kassel, des Forums
Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und des AfW Bundesverbands Finanzdienstleistungen ergab.
Nur ein gutes Fünftel der rund 250 teilnehmenden Finanzanlagenberater berichtet, dass ihre
Kunden ein hohes oder sehr hohes Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben. Vor vier Jahren
waren es noch mehr als die Hälfte der Befragten. Den Hauptgrund für die schwindende
Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen sehen die Berater in den regulatorischen Anforderungen,
die über 80 Prozent als unangemessen empfinden – zu kompliziert, zu wenig transparent,
schwierig zu handhaben.
Ein anderes Bild zeichnet derweil eine Verbraucherumfrage, die kürzlich im Auftrag eines großen
Versicherers durchgeführt wurde. Kernaussage: Mehr als der Hälfte der Bundesbürger ist
Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig – 35 Prozent „eher wichtig“, 18 Prozent „sehr wichtig“ –, was gegenüber der Vorjahresumfrage einen leichten Anstieg markiert.
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Wer bereits als Kassenpatient einen längeren Klinikaufenthalt absolviert hat, weiß in der Regel,
was ein Privatversicherten-ähnlicher Status wert ist: Man genießt die Ruhe eines Ein- oder
Zweibettzimmers, bessere Verpflegung und vor allem Chefarztbehandlung. Ebendies verschaffen
Krankenhaus-Zusatzpolicen auch gesetzlich Versicherten, weshalb sie kontinuierlich weitere
Verbreitung finden.
Dass die Tarifqualität am Markt stimmt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest: Von
den 72 untersuchten Tarifen erhielt jeder vierte die Bestnote „sehr gut“. Einbezogen wurden von
vornherein nur Angebote mit Alterungsrückstellungen, weil sie langfristig beitragsstabiler sind,
wofür die Prämien zu Anfang etwas höher ausfallen. Überdies galten die folgenden
Mindestanforderungen: freie Klinik- und Arztwahl, Ein- oder Zweibettzimmer, lebenslange
Laufzeit und Erstattung von Arzthonoraren bis zum (3,5-fachen) Höchstsatz der
Gebührenordnung. Ein Spitzentarif muss nicht teuer sein: Bereits ab rund 30 Euro Monatsbeitrag
lassen sich als „sehr gut“ bewertete Tarife abschließen.
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Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen Rücknahmestopp verhängten.
In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.
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Zu Marderbissen im Motorraum kommt es zwar rund ums Jahr, doch von April bis Juni sind die
nachtaktiven Raubtiere besonders aggressiv. Nehmen sie dann in „ihrem“ Revier die Duftmarken
von Konkurrenten wahr, zerbeißen sie unbarmherzig die markierten Leitungen. Die Folgen
können gefährlich und kostspielig sein. Vor allem bei Elektroautos: Hat ein Marder ein
Hochvoltkabel beschädigt, muss häufig der komplette Kabelsatz erneuert werden.
Die Zahl der kaskoversicherten Schadensfälle ist zuletzt nach Angaben des Versicherer
Gesamtverbands deutlich gestiegen: 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) wurden mehr
als eine Viertelmillion Marderbissschäden reguliert, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer unversicherter Fälle.
Zum Schutz empfiehlt es sich, regelmäßig den Motorraum auf Marderspuren zu checken. Dazu
gehören Kot- oder Uringeruch, Bisskerben in Kabeln, Schläuchen oder Dämmstoff, Fellreste und
Pfotenspuren. Gegebenenfalls sollte man den Motorraum sorgfältig reinigen und so vorhandene
Duftmarken tilgen. Zudem halten feinmaschige Drahtgitter unter dem Motor Marder fern, Extra
Ummantelungen können Kabel wappnen, und mit elektrischen Kontaktstellen lassen sich die
Tiere bei Berührung mit ungefährlichen, aber unangenehmen Stromstößen vergrämen. Last, not
least sollte man sich mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung vor den Kostenrisiken schützen.
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