Trotz wachsender Offenheit gegenüber den Kapitalmärkten horten die Bundesbürger ihr
Erspartes am liebsten auf dem Sparbuch, Festgeld- und Tagesgeldkonten, wie eine Ipsos
Umfrage unter mehr als 3.200 Personen kürzlich erbrachte. Angesichts der geringen Verzinsung
dieser Anlageformen läuft das nach Abzug der Inflation in der Regel auf einen Kaufkraftverlust
hinaus. Immerhin: Der Anteil der Wertpapieranleger an den Sparenden ist seit der
Vorgängerumfrage vor zwei Jahren von 35 auf 40 Prozent gestiegen, wofür vor allem die
Generation Z gesorgt hat, also die heute etwa 18- bis 30-Jährigen.
An Sparbemühungen mangelt es grundsätzlich nicht: Auch in Zeiten schwächelnder Konjunktur
legen 43,7 Prozent der Deutschen regelmäßig und 28,4 Prozent hin und wieder Geld beiseite –
die Gesamtquote von 72 Prozent liegt sogar zwei Prozentpunkte über dem Wert der letzten
Umfrage. Tipps zur Verwahrung und Anlage des Ersparten holen sich die Menschen vorwiegend
bei Familie und Freunden (31,2 Prozent) und bei Bank- und Finanzberatern (29,7). Letztere haben
im vergangenen Jahr jedoch nur vier von fünf Befragten konsultiert.
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Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) dürfte in naher Zukunft weiter an Attraktivität
verlieren: Neben Beitragsanhebungen droht der Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung von
Ehe- und Lebenspartnern, der aktuell in Berlin diskutiert wird. Betroffen wären rund 3 Millionen
Menschen, die zukünftig möglicherweise einen pauschalen Mindestbeitrag zahlen müssen.
Damit sollen knapp 3 Milliarden Euro Mehreinnahmen für die GKV generiert werden.
Der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) wird damit für viele Familien bzw. Paare
noch interessanter. Wie ein aktuelles PKV-Vollversicherungs-Rating von Morgen & Morgen zeigt,
können sie dabei zwischen zahlreichen hochwertigen Tarifen wählen. „Während die GKV über
Leistungskürzungen diskutiert, überzeugt die PKV weiterhin mit leistungsstarken Tarifen und
baut aktuell das mittlere Segment weiter aus“, sagt Thorsten Bohrmann, Senior
Versicherungsanalyst beim Rüsselsheimer Ratinghaus. Neben neuen Premiumangeboten gebe es
am Markt den Trend, modulare Tarife aufzulegen, die einen persönlichen Zuschnitt ermöglichen.
Mit dieser größeren Wahlfreiheit gehe allerdings auch ein höherer Beratungsbedarf einher.
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Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Allgemeinen erleben aktuell starken Gegenwind in
Öffentlichkeit und Politik. Das macht sich auch in der Nachfrage nach entsprechenden
Finanzprodukten bemerkbar, wie eine gemeinsame Umfrage der Universität Kassel, des Forums
Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und des AfW Bundesverbands Finanzdienstleistungen ergab.
Nur ein gutes Fünftel der rund 250 teilnehmenden Finanzanlagenberater berichtet, dass ihre
Kunden ein hohes oder sehr hohes Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben. Vor vier Jahren
waren es noch mehr als die Hälfte der Befragten. Den Hauptgrund für die schwindende
Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen sehen die Berater in den regulatorischen Anforderungen,
die über 80 Prozent als unangemessen empfinden – zu kompliziert, zu wenig transparent,
schwierig zu handhaben.
Ein anderes Bild zeichnet derweil eine Verbraucherumfrage, die kürzlich im Auftrag eines großen
Versicherers durchgeführt wurde. Kernaussage: Mehr als der Hälfte der Bundesbürger ist
Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig – 35 Prozent „eher wichtig“, 18 Prozent „sehr wichtig“ –, was gegenüber der Vorjahresumfrage einen leichten Anstieg markiert.
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Wer bereits als Kassenpatient einen längeren Klinikaufenthalt absolviert hat, weiß in der Regel,
was ein Privatversicherten-ähnlicher Status wert ist: Man genießt die Ruhe eines Ein- oder
Zweibettzimmers, bessere Verpflegung und vor allem Chefarztbehandlung. Ebendies verschaffen
Krankenhaus-Zusatzpolicen auch gesetzlich Versicherten, weshalb sie kontinuierlich weitere
Verbreitung finden.
Dass die Tarifqualität am Markt stimmt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest: Von
den 72 untersuchten Tarifen erhielt jeder vierte die Bestnote „sehr gut“. Einbezogen wurden von
vornherein nur Angebote mit Alterungsrückstellungen, weil sie langfristig beitragsstabiler sind,
wofür die Prämien zu Anfang etwas höher ausfallen. Überdies galten die folgenden
Mindestanforderungen: freie Klinik- und Arztwahl, Ein- oder Zweibettzimmer, lebenslange
Laufzeit und Erstattung von Arzthonoraren bis zum (3,5-fachen) Höchstsatz der
Gebührenordnung. Ein Spitzentarif muss nicht teuer sein: Bereits ab rund 30 Euro Monatsbeitrag
lassen sich als „sehr gut“ bewertete Tarife abschließen.
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Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen Rücknahmestopp verhängten.
In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.
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Zu Marderbissen im Motorraum kommt es zwar rund ums Jahr, doch von April bis Juni sind die
nachtaktiven Raubtiere besonders aggressiv. Nehmen sie dann in „ihrem“ Revier die Duftmarken
von Konkurrenten wahr, zerbeißen sie unbarmherzig die markierten Leitungen. Die Folgen
können gefährlich und kostspielig sein. Vor allem bei Elektroautos: Hat ein Marder ein
Hochvoltkabel beschädigt, muss häufig der komplette Kabelsatz erneuert werden.
Die Zahl der kaskoversicherten Schadensfälle ist zuletzt nach Angaben des Versicherer
Gesamtverbands deutlich gestiegen: 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) wurden mehr
als eine Viertelmillion Marderbissschäden reguliert, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer unversicherter Fälle.
Zum Schutz empfiehlt es sich, regelmäßig den Motorraum auf Marderspuren zu checken. Dazu
gehören Kot- oder Uringeruch, Bisskerben in Kabeln, Schläuchen oder Dämmstoff, Fellreste und
Pfotenspuren. Gegebenenfalls sollte man den Motorraum sorgfältig reinigen und so vorhandene
Duftmarken tilgen. Zudem halten feinmaschige Drahtgitter unter dem Motor Marder fern, Extra
Ummantelungen können Kabel wappnen, und mit elektrischen Kontaktstellen lassen sich die
Tiere bei Berührung mit ungefährlichen, aber unangenehmen Stromstößen vergrämen. Last, not
least sollte man sich mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung vor den Kostenrisiken schützen.
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Im Zuge des KI-Hochlaufs werden immense Serverkapazitäten benötigt, allerorten sprießen daher momentan neue Rechenzentren aus dem Boden. Mittlerweile haben sie den Status einer vollwertigen Assetklasse im Gewerbeimmobiliensegment erreicht, sodass das Beratungsunternehmen Colliers eigene Zahlen für die zuvor unter „Sonstiges“ geführten Data Center ausweist. Und die haben es in sich: Während Logistik- und Industriegrundstücke oft für dreistellige Quadratmeterpreise zu haben sind, kommen Flächen für Rechenzentren auf bis zu 3.000 Euro. „Da, wo die anderen Assetklassen aufhören, fangen Data Center erst an“, bringt Katja Caspers, Senior Consultant bei Colliers, die Entwicklung auf den Punkt. Im vergangenen Jahr wurde mit Rechenzentren und dafür designierten Grundstücken in Deutschland ein Transaktionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro erzielt, etwa 5 Prozent des Gewerbeimmobilien-Gesamtvolumens von 25,2 Prozent. Den Löwenanteil machten Grundstücksdeals aus, bestehende Data Center steuerten nur rund 140 Millionen Euro zum Umsatz der Neu-Assetklasse bei. Der Hauptgrund für die hohen Quadratmeterpreise liegt in den speziellen Anforderungen, die Rechenzentren stellen: hohe, möglichst günstige Strommengen werden benötigt, ebenso eine unkomplizierte Anbindung an sogenannte Cloud-Availability-Zonen, und das Baurecht muss passen.
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3.245 Euro pro Monat müssen Pflegebedürftige derzeit durchschnittlich bei Unterbringung im Pflegeheim zuzahlen –Tendenz: weiter stark steigend. Ein Kostenrisiko, das für viele Bundesbürger nur mithilfe einer privaten Pflegezusatzversicherung beherrschbar wäre. Doch deren Verbreitung ist nach wie vor besorgniserregend überschaubar. Auch daran dürfte es liegen, dass die betriebliche Pflegeversicherung (bPV) bei Arbeitnehmern hoch im Kurs steht.Gemäß einer Civey-Umfrage im Auftrag des PKV-Verbands würden es 76,3 Prozent der 2.500 teilnehmenden Arbeitnehmer begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine bPV einführen würde. Fast zwei Drittel bewerten eine bPV sogar höher als andere beliebte Benefits wie ÖPNV-Ticket oder Diensthandy. „Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands Thomas Brahm. „Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern.“
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Nachdem die Zustimmung des Bundesrates kürzlich erfolgt ist, wird am 27. September dieses
Jahres eine Ergänzung zum Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) in Kraft treten, die sich
gegen die unberechtigte Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen als „nachhaltig“ oder
„grün“ wendet. Zukünftig dürfen solche verkaufsfördernden Labels nur noch kommuniziert
werden, wenn die behaupteten Umwelteigenschaften im selben Medium erläutert, mit einem
unabhängigen Siegel testiert oder mit EU-Recht begründet werden. Dabei müssen auch
überprüfbare Umweltziele benannt werden, die regelmäßig von neutraler Stelle zu begutachten
sind. Für die Bezeichnungen „klimaneutral“, „klimaschonend“ oder „CO2-positiv“ reicht es ab
September nicht mehr aus, Kompensationsmaßnahmen zu finanzieren.
Für die Konsumenten bedeutet das mehr Durchblick und Transparenz bei der Auswahl (auch) von
Finanzprodukten, die häufig eine Nachhaltigkeitswirkung versprechen, ohne dass diese konkret
nachvollziehbar wäre. Auf der anderen Seite könnten die Kosten steigen, da auf viele
nachhaltigkeitsorientierte Anbieter zusätzliche Nachweispflichten zukommen.
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