3.245 Euro pro Monat müssen Pflegebedürftige derzeit durchschnittlich bei Unterbringung im Pflegeheim zuzahlen –Tendenz: weiter stark steigend. Ein Kostenrisiko, das für viele Bundesbürger nur mithilfe einer privaten Pflegezusatzversicherung beherrschbar wäre. Doch deren Verbreitung ist nach wie vor besorgniserregend überschaubar. Auch daran dürfte es liegen, dass die betriebliche Pflegeversicherung (bPV) bei Arbeitnehmern hoch im Kurs steht.Gemäß einer Civey-Umfrage im Auftrag des PKV-Verbands würden es 76,3 Prozent der 2.500 teilnehmenden Arbeitnehmer begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine bPV einführen würde. Fast zwei Drittel bewerten eine bPV sogar höher als andere beliebte Benefits wie ÖPNV-Ticket oder Diensthandy. „Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands Thomas Brahm. „Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern.“
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Nachdem die Zustimmung des Bundesrates kürzlich erfolgt ist, wird am 27. September dieses
Jahres eine Ergänzung zum Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) in Kraft treten, die sich
gegen die unberechtigte Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen als „nachhaltig“ oder
„grün“ wendet. Zukünftig dürfen solche verkaufsfördernden Labels nur noch kommuniziert
werden, wenn die behaupteten Umwelteigenschaften im selben Medium erläutert, mit einem
unabhängigen Siegel testiert oder mit EU-Recht begründet werden. Dabei müssen auch
überprüfbare Umweltziele benannt werden, die regelmäßig von neutraler Stelle zu begutachten
sind. Für die Bezeichnungen „klimaneutral“, „klimaschonend“ oder „CO2-positiv“ reicht es ab
September nicht mehr aus, Kompensationsmaßnahmen zu finanzieren.
Für die Konsumenten bedeutet das mehr Durchblick und Transparenz bei der Auswahl (auch) von
Finanzprodukten, die häufig eine Nachhaltigkeitswirkung versprechen, ohne dass diese konkret
nachvollziehbar wäre. Auf der anderen Seite könnten die Kosten steigen, da auf viele
nachhaltigkeitsorientierte Anbieter zusätzliche Nachweispflichten zukommen.
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Wie eine Anfang des Jahres unter rund 2.000 volljährigen Bundesbürgern durchgeführte Umfrage erbrachte, hadert eine große Mehrheit der Deutschen mit dem Thema Altersvorsorge. Als mindestens teilweise kompliziert empfinden es 75 Prozent der Teilnehmer, teilte das Deutsche Institut für Altersvorsorge mit. Als bittere Konsequenz daraus verzichten viele –konkret: 37 Prozent der (teilweise) Überforderten – darauf, sich mit ihren eigenen Optionen zu befassen und aktiv Maßnahmen in die Wege zu leiten. Das ist umso bedenklicher, als gerade Menschen mit geringem Einkommen die Altersvorsorge überproportional als komplex wahrnehmen. So attestieren sich nur 13 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro Durchblick bei dem Thema; in der Einkommensspitzengruppe oberhalb von 4.000 Euro sind es 28 Prozent. Wichtig zu wissen: Man muss das Thema Altersvorsorge nicht in allen Verästelungen durchschauen, um gezielt und ausreichend für den Ruhestand vorbauen zu können. Entscheidend ist guter, unabhängiger Rat, und den gibt es bei der Finanzberaterin oder dem Finanzberater des Vertrauens.
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Die ungewohnt frostigen Temperaturen in Deutschland haben den Autofahrern ein tückisches
Erbe hinterlassen: deutlich mehr Schlaglöcher als in den Vorjahren, wie beispielsweise der
brandenburgische Landesverband Straßenwesen berichtet. Damit steigt auch das Risiko von
Schäden am Fahrzeug – an Reifen oder Felgen, Fahrwerk oder Radaufhängung, Spurstange oder
sogar Ölwanne. Wer aber trägt die Reparaturkosten? Muss die öffentliche Körperschaft, die
jeweils für den Unterhalt der Straße zuständig ist, Schadensersatz leisten?
Grundsätzlich gilt: Schlaglochschäden übernimmt die Vollkaskoversicherung, die im Gegensatz
zur Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Wer den
Straßenbetreiber in Regress nehmen möchte, hat es schwer, denn dazu muss eine Verletzung der
Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden. „Die Hürden für Schadenersatzansprüche
gegen den Staat sind hoch“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des VersichererGesamtverbands GDV.„Autofahrer müssen grundsätzlich so fahren, dass sie auf erkennbare
Gefahren – dazu zählen auch Schlaglöcher – rechtzeitig reagieren können."
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Was Kryptowährungen sind, ist laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens
BearingPoint mittlerweile neun von zehn Bundesbürgern bekannt. Doch nur ein gutes Viertel der
rund 2.000 Teilnehmer hält Kryptos für eine geeignete Geldanlage, lediglich 18 Prozent besitzen
selbst Coins. Zum Vergleich: Aktien finden 68 Prozent anlagetauglich, Gold 72 Prozent.
Die Zurückhaltung gegenüber Bitcoin, Ethereum & Co. liegt vor allem in deren
Wertschwankungen begründet, die auf 51 Prozent der Befragten abschreckend wirken. 41
Prozent hält die schwache Regulierung des Marktes von einem Kryptoengagement ab, während
ebenso viele die Aufbewahrung von Kryptowerten als zu unsicher erachten.
Der Bitcoin-Kurs schwächelte zuletzt zwar, doch Fantasie findet sich unter Kryptoexperten nach
wie vor. Die US-Investmentbank JP Morgan hält in den nächsten Monaten eine kräftige Hausse
für wahrscheinlich, ihre Wettbewerberin Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr gar einen Kurs
von 160.000 US-Dollar. Das wäre gegenüber dem Januar ein Plus von fast 80 Prozent. Wo es so
viele Chancen gibt, lauern allerdings auch beträchtliche Risiken, wie jedem Anleger klar sein
sollte.
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Nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen (vdek) verteuert sich die stationäre Pflege in
Deutschland weiterhin mit einem Vielfachen der allgemeinen Inflationsrate. Konkret: um 9
Prozent auf Jahressicht. Dadurch müssen die Pflegebedürftigen aktuell im ersten Aufenthaltsjahr
durchschnittlich 3.245 Euro aus eigener Tasche zuzahlen, im Januar 2025 waren es noch 2.984
Euro.
Die Eigenbeteiligungen fallen indes von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus. Am
geringsten sind sie in Sachsen-Anhalt mit 2.720 Euro, aber auch in Niedersachsen und
Mecklenburg-Vorpommern (beide 2.903 Euro) bleiben sie weit unter dem Schnitt. Am tiefsten
müssen Bremer Pflegebedürftige in die Tasche greifen, hier kostet ein Pflegeplatz im ersten Jahr
monatlich 3.637 Euro.
Die neuen Zahlen erhöhen nochmals den Druck auf die Bundesregierung, die Pflegeversicherung
strukturell zu reformieren. Doch selbst wenn es einen großen Wurf geben sollte – um merkliche
Eigenbeteiligungen dürften die Pflegebedürftigen auch in Zukunft nicht herumkommen. Die
Bundesbürger tun deshalb gut daran, sich mit einer privaten Pflegeversicherung für die
„Kostenfalle Pflege“ zu wappnen.
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Für seinen aktuellen „Pension Survey“ hat der europäische Versicherungs-Dachverband Insurance
Europe 12.700 volljährige Personen aus zwölf Ländern zu ihrer Altersversorgung befragt. Die
demografische Herausforderung, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr
Rentenempfänger finanzieren müssen, betrifft fast all diese Länder ebenso wie Deutschland.
Dennoch sorgen 41 Prozent der Befragten nicht privat fürs Alter vor – von den Frauen sogar 46
Prozent. Ähnlich hoch ist mit 40 Prozent der Anteil derer, die wegen der aktuellen
wirtschaftlichen Situation Einbußen bei ihrer Altersvorsorge hinnehmen müssen.
Über alle Länder hinweg gibt eine große Mehrheit der Sicherheit der Altersversorgung den
Vorrang vor Renditemöglichkeiten. In Deutschland sind es 82 Prozent, noch darüber liegen
Griechen (86), Finnen (85) und Österreicher (83); im europäischen Durchschnitt setzen 81
Prozent diese Priorität. „Das unterstreicht die große Bedeutung verlässlicher Zusagen“,
kommentiert Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV).
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Während die Europäische Zentralbank den Leitzins weiterhin bei 2,0 Prozent belässt, müssen Tagesgeldsparer sich mit einer weiterhin schrumpfenden Verzinsung begnügen –zumindest wenn sie bei ihrer Bank Bestandskunden sind. Das ergab die Marktanalyse eines großen Vergleichsportals. Insbesondere regionale Geldhäuser, also Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, knausern beim Tagesgeld. So legen 38 Prozent von ihnen einen Minizins von maximal 0,25 Prozent zugrunde – vor einem Jahr waren es nur 24 Prozent. Im Durchschnitt zahlen die Sparkassen 0,37 Prozent, die Genossenschaftsbanken mit 0,42 Prozent kaum mehr. Der durchschnittliche Zinssatz über alle Banken in Deutschland hinweg liegt bei 1,29 Prozent, woraus folgt, dass die bundesweit operierenden Institute deutlich höhere Tagesgeldzinsen leisten. Das attraktivste dauerhafte Angebot am Markt beträgt derzeit 2,3 Prozent. Noch mehr, nämlich über 3 Prozent, sind für Neukunden drin. Nach dem jeweiligen Garantiezeitraum fällt indes auch ihre Verzinsung auf das Bestandskundenniveau der Bank.
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In immer mehr Firmenbetrugsfällen setzen die Kriminellen künstliche Intelligenz ein, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. So hilft KI etwa bei der Identifizierung potenzieller, leicht erreichbarer Opfer und bei der glaubwürdigeren Gestaltung von Hacking- und Phishing-Mails. Auf diese Weise gelangen die Betrüger an geschützte Daten oder veranlassen – scheinbar im Namen von Vorgesetzten – Zahlungen auf ihre Konten.
Wie die deutschen Kreditversicherer berichten, treibt dieses Vorgehen die Schadensvolumina in der Vertrauensschadenversicherung nach oben. Gemäß einer vorläufigen Hochrechnung dürfte die Gesamtsumme für 2025 über 200 Millionen Euro betragen, ein Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da nur die versicherten Fälle erfasst werden, ist das tatsächliche Schadensausmaß wesentlich größer.
Die Kreditversicherer empfehlen den Unternehmen daher dringend, wachsam zu sein und ihre Sicherheitsvorkehrungen zu optimieren. Dazu gehören nicht nur technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, sondern auch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter, um sie für die sich wandelnden Risiken zu sensibilisieren.
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