Wer bereits als Kassenpatient einen längeren Klinikaufenthalt absolviert hat, weiß in der Regel,
was ein Privatversicherten-ähnlicher Status wert ist: Man genießt die Ruhe eines Ein- oder
Zweibettzimmers, bessere Verpflegung und vor allem Chefarztbehandlung. Ebendies verschaffen
Krankenhaus-Zusatzpolicen auch gesetzlich Versicherten, weshalb sie kontinuierlich weitere
Verbreitung finden.
Dass die Tarifqualität am Markt stimmt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest: Von
den 72 untersuchten Tarifen erhielt jeder vierte die Bestnote „sehr gut“. Einbezogen wurden von
vornherein nur Angebote mit Alterungsrückstellungen, weil sie langfristig beitragsstabiler sind,
wofür die Prämien zu Anfang etwas höher ausfallen. Überdies galten die folgenden
Mindestanforderungen: freie Klinik- und Arztwahl, Ein- oder Zweibettzimmer, lebenslange
Laufzeit und Erstattung von Arzthonoraren bis zum (3,5-fachen) Höchstsatz der
Gebührenordnung. Ein Spitzentarif muss nicht teuer sein: Bereits ab rund 30 Euro Monatsbeitrag
lassen sich als „sehr gut“ bewertete Tarife abschließen.
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Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen Rücknahmestopp verhängten.
In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.
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Zu Marderbissen im Motorraum kommt es zwar rund ums Jahr, doch von April bis Juni sind die
nachtaktiven Raubtiere besonders aggressiv. Nehmen sie dann in „ihrem“ Revier die Duftmarken
von Konkurrenten wahr, zerbeißen sie unbarmherzig die markierten Leitungen. Die Folgen
können gefährlich und kostspielig sein. Vor allem bei Elektroautos: Hat ein Marder ein
Hochvoltkabel beschädigt, muss häufig der komplette Kabelsatz erneuert werden.
Die Zahl der kaskoversicherten Schadensfälle ist zuletzt nach Angaben des Versicherer
Gesamtverbands deutlich gestiegen: 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) wurden mehr
als eine Viertelmillion Marderbissschäden reguliert, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer unversicherter Fälle.
Zum Schutz empfiehlt es sich, regelmäßig den Motorraum auf Marderspuren zu checken. Dazu
gehören Kot- oder Uringeruch, Bisskerben in Kabeln, Schläuchen oder Dämmstoff, Fellreste und
Pfotenspuren. Gegebenenfalls sollte man den Motorraum sorgfältig reinigen und so vorhandene
Duftmarken tilgen. Zudem halten feinmaschige Drahtgitter unter dem Motor Marder fern, Extra
Ummantelungen können Kabel wappnen, und mit elektrischen Kontaktstellen lassen sich die
Tiere bei Berührung mit ungefährlichen, aber unangenehmen Stromstößen vergrämen. Last, not
least sollte man sich mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung vor den Kostenrisiken schützen.
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Im Zuge des KI-Hochlaufs werden immense Serverkapazitäten benötigt, allerorten sprießen daher momentan neue Rechenzentren aus dem Boden. Mittlerweile haben sie den Status einer vollwertigen Assetklasse im Gewerbeimmobiliensegment erreicht, sodass das Beratungsunternehmen Colliers eigene Zahlen für die zuvor unter „Sonstiges“ geführten Data Center ausweist. Und die haben es in sich: Während Logistik- und Industriegrundstücke oft für dreistellige Quadratmeterpreise zu haben sind, kommen Flächen für Rechenzentren auf bis zu 3.000 Euro. „Da, wo die anderen Assetklassen aufhören, fangen Data Center erst an“, bringt Katja Caspers, Senior Consultant bei Colliers, die Entwicklung auf den Punkt. Im vergangenen Jahr wurde mit Rechenzentren und dafür designierten Grundstücken in Deutschland ein Transaktionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro erzielt, etwa 5 Prozent des Gewerbeimmobilien-Gesamtvolumens von 25,2 Prozent. Den Löwenanteil machten Grundstücksdeals aus, bestehende Data Center steuerten nur rund 140 Millionen Euro zum Umsatz der Neu-Assetklasse bei. Der Hauptgrund für die hohen Quadratmeterpreise liegt in den speziellen Anforderungen, die Rechenzentren stellen: hohe, möglichst günstige Strommengen werden benötigt, ebenso eine unkomplizierte Anbindung an sogenannte Cloud-Availability-Zonen, und das Baurecht muss passen.
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3.245 Euro pro Monat müssen Pflegebedürftige derzeit durchschnittlich bei Unterbringung im Pflegeheim zuzahlen –Tendenz: weiter stark steigend. Ein Kostenrisiko, das für viele Bundesbürger nur mithilfe einer privaten Pflegezusatzversicherung beherrschbar wäre. Doch deren Verbreitung ist nach wie vor besorgniserregend überschaubar. Auch daran dürfte es liegen, dass die betriebliche Pflegeversicherung (bPV) bei Arbeitnehmern hoch im Kurs steht.Gemäß einer Civey-Umfrage im Auftrag des PKV-Verbands würden es 76,3 Prozent der 2.500 teilnehmenden Arbeitnehmer begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine bPV einführen würde. Fast zwei Drittel bewerten eine bPV sogar höher als andere beliebte Benefits wie ÖPNV-Ticket oder Diensthandy. „Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands Thomas Brahm. „Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern.“
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Nachdem die Zustimmung des Bundesrates kürzlich erfolgt ist, wird am 27. September dieses
Jahres eine Ergänzung zum Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) in Kraft treten, die sich
gegen die unberechtigte Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen als „nachhaltig“ oder
„grün“ wendet. Zukünftig dürfen solche verkaufsfördernden Labels nur noch kommuniziert
werden, wenn die behaupteten Umwelteigenschaften im selben Medium erläutert, mit einem
unabhängigen Siegel testiert oder mit EU-Recht begründet werden. Dabei müssen auch
überprüfbare Umweltziele benannt werden, die regelmäßig von neutraler Stelle zu begutachten
sind. Für die Bezeichnungen „klimaneutral“, „klimaschonend“ oder „CO2-positiv“ reicht es ab
September nicht mehr aus, Kompensationsmaßnahmen zu finanzieren.
Für die Konsumenten bedeutet das mehr Durchblick und Transparenz bei der Auswahl (auch) von
Finanzprodukten, die häufig eine Nachhaltigkeitswirkung versprechen, ohne dass diese konkret
nachvollziehbar wäre. Auf der anderen Seite könnten die Kosten steigen, da auf viele
nachhaltigkeitsorientierte Anbieter zusätzliche Nachweispflichten zukommen.
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Wie eine Anfang des Jahres unter rund 2.000 volljährigen Bundesbürgern durchgeführte Umfrage erbrachte, hadert eine große Mehrheit der Deutschen mit dem Thema Altersvorsorge. Als mindestens teilweise kompliziert empfinden es 75 Prozent der Teilnehmer, teilte das Deutsche Institut für Altersvorsorge mit. Als bittere Konsequenz daraus verzichten viele –konkret: 37 Prozent der (teilweise) Überforderten – darauf, sich mit ihren eigenen Optionen zu befassen und aktiv Maßnahmen in die Wege zu leiten. Das ist umso bedenklicher, als gerade Menschen mit geringem Einkommen die Altersvorsorge überproportional als komplex wahrnehmen. So attestieren sich nur 13 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro Durchblick bei dem Thema; in der Einkommensspitzengruppe oberhalb von 4.000 Euro sind es 28 Prozent. Wichtig zu wissen: Man muss das Thema Altersvorsorge nicht in allen Verästelungen durchschauen, um gezielt und ausreichend für den Ruhestand vorbauen zu können. Entscheidend ist guter, unabhängiger Rat, und den gibt es bei der Finanzberaterin oder dem Finanzberater des Vertrauens.
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Die ungewohnt frostigen Temperaturen in Deutschland haben den Autofahrern ein tückisches
Erbe hinterlassen: deutlich mehr Schlaglöcher als in den Vorjahren, wie beispielsweise der
brandenburgische Landesverband Straßenwesen berichtet. Damit steigt auch das Risiko von
Schäden am Fahrzeug – an Reifen oder Felgen, Fahrwerk oder Radaufhängung, Spurstange oder
sogar Ölwanne. Wer aber trägt die Reparaturkosten? Muss die öffentliche Körperschaft, die
jeweils für den Unterhalt der Straße zuständig ist, Schadensersatz leisten?
Grundsätzlich gilt: Schlaglochschäden übernimmt die Vollkaskoversicherung, die im Gegensatz
zur Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Wer den
Straßenbetreiber in Regress nehmen möchte, hat es schwer, denn dazu muss eine Verletzung der
Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden. „Die Hürden für Schadenersatzansprüche
gegen den Staat sind hoch“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des VersichererGesamtverbands GDV.„Autofahrer müssen grundsätzlich so fahren, dass sie auf erkennbare
Gefahren – dazu zählen auch Schlaglöcher – rechtzeitig reagieren können."
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Was Kryptowährungen sind, ist laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens
BearingPoint mittlerweile neun von zehn Bundesbürgern bekannt. Doch nur ein gutes Viertel der
rund 2.000 Teilnehmer hält Kryptos für eine geeignete Geldanlage, lediglich 18 Prozent besitzen
selbst Coins. Zum Vergleich: Aktien finden 68 Prozent anlagetauglich, Gold 72 Prozent.
Die Zurückhaltung gegenüber Bitcoin, Ethereum & Co. liegt vor allem in deren
Wertschwankungen begründet, die auf 51 Prozent der Befragten abschreckend wirken. 41
Prozent hält die schwache Regulierung des Marktes von einem Kryptoengagement ab, während
ebenso viele die Aufbewahrung von Kryptowerten als zu unsicher erachten.
Der Bitcoin-Kurs schwächelte zuletzt zwar, doch Fantasie findet sich unter Kryptoexperten nach
wie vor. Die US-Investmentbank JP Morgan hält in den nächsten Monaten eine kräftige Hausse
für wahrscheinlich, ihre Wettbewerberin Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr gar einen Kurs
von 160.000 US-Dollar. Das wäre gegenüber dem Januar ein Plus von fast 80 Prozent. Wo es so
viele Chancen gibt, lauern allerdings auch beträchtliche Risiken, wie jedem Anleger klar sein
sollte.
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